Nachtrag zur EM 2012 – aus Kindermund

Vor einer Woche ging die EM 2012 zuende. Aber worum ging’s da eigentlich nochmal?
„Da kannst Du ne goldene Suppenschüssel mit Griff gewinnen.“

Versuche, das Kind vom Spiel – und der Glotze – fernzuhalten, waren leider zum Scheitern verurteilt – auch draußen im Garten gab es kein Ausweichen:
„Wer hat hier Tooor gerufen?“  Na gut, dann eben mitgucken…

Wie läuft so ein Spiel überhaupt ab?
„Da rennen alle einem Ball hinterher… Das soll man eigentlich nicht machen, da verstaut sich der Platz.“

Jedoch beschäftigen Kinder während der um sie herum herrschenden Euphorie ganz andere, wesentlichere Fragen. Zum Beispiel wird da intensiv über die perfekt-symmetrische hell- und dunkelgrüne Färbung des Rasens nachgedacht:
„Aber ich möchte gern wissen, wie die so das Gras färben…“

Halbzeit! – Was geht ab? Was machen die Spieler? – Es wird gemutmaßt:
„Da trinkt jeder ’n Glas Wein und dann geht’s weiter.“

Nach dem Spiel bleiben allerdings Fragen offen:
„Warum rennen die Schiedsrichter immer hin und her, ohne den Ball zu kriegen – und warum sind die blind?“

Nun ist’s vorbei und Deutschland hat nicht gewonnen…
„Ist doch egal. Man muss nicht gewinnen.“

So viel Weisheit aus so einem kleinen Menschen… Na prima, hat das viele Reden doch gefruchtet… 😉

Kindermund: Augenweh

Gestern Nachmittag erklärte mir ein kleines Mädchen, als es sich die Äuglein rieb:

„Vom vielen Gucken in der Nacht, da tun mir dann die Augen weh…“